Wintereinblick 2.0 – Thermografie in der Imkerei

In der Ausgabe 12/2018 der Zeitschrift „bienen&natur“ wird vom Einsatz von Wärmebildkameras in der Imkerei berichtet. Mit einer solchen kann gewissermaßen von außen ein Blick in die Beute hinein geworfen werden, indem die abgestrahlte Wärme in Form von Infrarotstrahlen sichtbar gemacht wird.

Besonders im Winter liegt der Vorteile auf der Hand: Ohne die Völker zu stören, sieht man, ob noch Leben in der Beute ist und auch die Position der Wintertraube ist auf dem Bild einer Wärmebildkamera zu erkennen. Leider besitze ich selbst keine solche Kamera, zufälligerweise hat mir aber ein Freund (Danke, Steffen 🙂 ) erzählt, dass er eine ausgeliehen hat und ist vor wenigen Tagen bei besten Wintertemperaturen von -2°C zum Messen vorbeigekommen.

Die freudige Erkenntnis vorneweg: In beiden Beuten ist noch Leben vorhanden. Die Flächen, an denen keine Wärmeabstrahlung zu erkennen ist, wird lila dargestellt. Bei beiden Beuten liegt die Temperatur hier bei rund 28°F (-2,2°C): Dort, wo Wärme abgestrahlt wird, ist auf den Aufnahmen eine nach innen wärmer werdende Fläche zu erkennen, die mit 37,3°F (2,9°C) – weiß dargestellt – 5,1°C wärmer als die sonstige Beutenwand ist.

Die Wärmebildaufnahme der Bienenbox
Die Wärmebildaufnahme der Mellifera Einraumbeute

Im besagten Aufsatz in „biene&natur“ werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für die Thermografie beschrieben. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Gewissheit, dass die Bienen noch leben, wahrscheinlich die wichtigste. Ein weitere Aspekt, der beschrieben wird, ist der nach der Position der Wintertraube. Sofern diese direkt unter dem Deckel sitzt, sollte nachgefüttert werden, da dies auf einen Futtermangel hindeutet.

Beim Blick auf die Aufnahmen, könnte das – wenn überhaupt – auf die Bienenbox zutreffen.   Als es heute Nachmittag 9°C warm war und die ersten Bienen aus dem Flugloch geschaut haben, habe ich mal vorsichtig den Deckel geöffnet und in das Volk geschielt. So wie es ausschaut, ist noch genügend Futter vorhanden. Ich werde das aber weiter beobachten. Falls notwendig, füttere ich entweder mit einer Kleinpackung (2,5 Kilo) Apifonda oder einem Notfallpack (hier wird die wird die Herstellung gut beschrieben) nach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den Fotos ist deutlich zu erkennen, wo sich die Wintertraube befindet:

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